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Rede von Bürgermeister Dr. Josef Korsten

anlässlich der Trauerfeier für die Opfer des Busunglücks

Ein Bus liegt auf der Seite in der Wupper.
In ihm befinden sich Tote und Verletzte.
Ein Anblick, der die Seele zerreißt.

In der Wupper, jenem Fluss, der früher die Lebensader für die Wupperorte und ganz Radevormwald war, verlieren fünf Menschen ihr Leben; sieben werden zum Teil schwer verletzt.

Heute stehen wir hier und versuchen, unsere Trauer und Bestürzung über das Geschehen zum Ausdruck zu bringen. Und doch wissen wir, dass unsere Gefühle kaum in Worte zu fassen sind.

Wir trauern um Gisela Ronge, Christel und Hans-Gerd Grünewald, Thomas Gensel und Mesut Tahta. Im Namen der Stadt Radevormwald möchte ich den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen unser tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken.

Unser Mitempfinden gilt aber auch den Unfallopfern, die das Unglück Gott sei Dank überlebt haben. Mögen sie bald wieder bei guter Gesundheit sein und möge es ihnen gelingen, dieses furchtbare Ereignis auch seelisch zu verkraften.

Wir in Radevormwald haben in der Vergangenheit das Leid, das ein Verkehrsunfall auslösen kann, in extremer Weise erfahren müssen. Deshalb trifft ein Ereignis wie das vom letzten Dienstag die Menschen in unserer Stadt vielleicht noch intensiver als anderorts. Ich habe in den letzten Tagen immer wieder die tiefe Betroffenheit und Bestürzung erlebt, die das Busunglück in unserer Stadt ausgelöst hat. Ein Gefühl von Sprachlosigkeit und Fassungslosigkeit machte sich breit: „Warum? Und warum wieder hier?“

Aber wir in Radevormwald haben vor 38 Jahren auch gezeigt, dass wir die Kraft haben, mit solchen Schicksalsschlägen fertig zu werden. Das werden wir auch diesmal schaffen. Und diese Kraft wünsche ich vor allem auch den Angehörigen und Freunden der ums Leben Gekommenen und den verletzten Unfallopfern.

Bei all den schlimmen Erinnerungen, die ich mit dem letzten Dienstag verbinde, bleibt dennoch auch ein tiefes Gefühl des Dankes und Respekts. Ca. 200 Menschen haben an der Unfallstelle mitgeholfen, die Verletzten zu retten und die Toten zu bergen. Wir durften erleben, mit welcher Hingabe, mit welchem Mut, aber auch mit welcher Professionalität die Einsatzkräfte sich dieser schweren Aufgabe angenommen haben. Jeder einzelne, der – in welcher Weise auch immer – am Dienstag an der Rettungs- und Bergungsaktion beteiligt war, ist nicht nur an den Rand seiner Kräfte gegangen, sondern häufig auch weit darüber hinaus. Ihnen allen gilt unser großer Dank und Respekt. Und auch sie wollen wir neben den Toten und Verletzten in unsere Gebete einschließen.

Neben all den schlimmen Bildern und Eindrücken, die allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben, hat sich bei mir ein kleines Gespräch im Kopf eingebrannt, das ich am Rande des Einsatzes mit einem Feuermann führte. Er, der am Wasser damit beschäftigt war, nach der Rettung der Verletzten die Toten zu bergen, sagte mir, dass seine Mutter mit diesem Bus habe fahren wollen. Nur die Tatsache, dass ein Nachbar zufällig vorbei kam und ihr anbot, sie mit dem Auto mitzunehmen, habe dazu geführt, dass sie nicht unter den Opfern sei.

Solche Begebenheiten sind ein Teil der Erkenntnisse, die wir gerade aus Katastrophen dieser Art mitnehmen sollten: Die so einfache und doch so durchdringende Erkenntnis, dass das Leben, auch unser Leben, kein Verdienst ist, sondern ein Geschenk.

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